Warum essen wir, was wir essen?

Shownotes

Essen ist oft einfach das, was im Supermarkt für uns bereit liegt, wenn wir Hunger haben. Doch wie ist dieses Essen dahin gekommen? Darüber schreibt seit vielen Jahren die Philosophin, Journalistin und Autorin Tanja Busse, etwa für die «Süddeutsche Zeitung», «Die Zeit» oder auch in ihrem aktuellen Buch «Der Grund. Die neuen Konflikte um unsere Böden». In ihrer Recherche werden die grösseren ökonomischen Zusammenhänge sicht- und begreifbar, die unseren Nahrungskonsum bestimmen – und die Auswirkungen unserer Essgewohnheiten etwa auf die Artenvielfalt. Bald referiert sie bei uns am aha.

aha ist ein Happening für Wissenschaft in Luzern. Ein Festival, das Forschung und Wissen vermittelt. aha ist kein Kongress. Es richtet sich an neugierige Köpfe, die nach kompetenten Antworten auf aktuelle und brennende Fragen aus Gesellschaft und Politik suchen. Die nächste Ausgabe findet am 29. und 30. Januar 2027 statt. Mehr Infos.

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00:00:00: Also seit vierhunderttausend Jahren könnten wir sagen, Wir sind nicht nur Omnivoren sondern auch Cucinivoren.

00:00:06: Esser von gekochtem Essen das hat schon eine lange Tradition bei uns.

00:00:14: Der Koala frisst Eukalyptusblätter bestimmter Eukolyptus Bäume und wenn diese Bäume nicht da sind kann der Koala nicht leben.

00:00:21: Das ist einfach ganz einfach für ihn Prinzip weißt er was der ist Und wie es sind die sich immer quälen und nicht so richtig wissen.

00:00:34: möglich ist, dass wir uns gesund essen statt uns krank zu essen und das das insgesamt der Welt den Ökosystem auch nutzen würde.

00:00:43: Und dass das vielleicht lohnt sich dafür

00:00:46: einzusetzen.".

00:00:52: Man denkt ja Essen sei eine ziemlich einfache Sache.

00:00:56: Hunger, Supermarkt

00:00:57: – fertig!

00:00:58: Aber so einfach ist es nicht.

00:01:00: Tanja Busse Autorin und Journalistin beginnt ganz vorne bei unserer eigenen Geschichte Millionen Jahre Evolution, Anpassung überleben.

00:01:09: Wir tragen das alles noch in uns und wissen trotzdem oft nicht mehr was wir eigentlich essen sollen.

00:01:15: Denn heute entscheidet nicht nur der Körper sondern vor allem die Umgebung Supermärkte Werbung Preise Gewohnheiten Und dann wirkt diese riesige Auswahl gar nicht mehr wie Freiheit Sondern eher wie ein System dass uns ziemlich gezielt lenkt.

00:01:32: Im Januar hat Tanja Busse am AHA-Festival referiert und uns gezeigt, dass das mit dem Essen vielleicht doch nicht ganz unsere eigene Entscheidung ist.

00:01:41: Hier ist Ihr Vortrag!

00:02:13: Ich habe ja diese schöne Frage.

00:02:14: Warum essen wir, was wir essen?

00:02:16: Und ich dachte, ich gebe die Eimer bitte zurück an euch.

00:02:19: Warum essst ihr, was ihr esst?

00:02:21: Also vielleicht wisst ihr ja die Antwort.

00:02:24: oder wir gucken zur Hänsel und Gretel und fragen warum essen hänsel-und gretel was sie essen?

00:02:28: also anders gefragt warum laufen Sie wegen so ein paar zuckerknusper Stückchen da am Dach in die Falle?

00:02:36: Es gibt zwei Antworten auf die Frage, warum wir essen.

00:02:38: Was wir essen?

00:02:39: Nämlich einmal eher so evolutionsbiologische Ernährungsmedizinisch.

00:02:42: auf der einen Seite also was braucht unser Körper zum Essen?

00:02:45: auch unsere Seele und das andere ist eher die kulturelle ökonomische Dimension.

00:02:51: Was wird uns denn so angeboten zum Essen?

00:02:53: und was essen wir?

00:02:54: weil unsere Ernährung umgebungen so ist wie sie es.

00:02:58: Ich fange mit der ersten an, mit der Evolution.

00:03:02: Vor ungefähr fifty-fünfzig Millionen Jahren lebten unsere frühsten Bekannten vorfahren.

00:03:07: Damals waren wir etwa so groß – das war so zehn Millionen Jahre nach dem Ende der Dinosaurier.

00:03:13: Mit Schwanz waren wir schon so groß und wir waren Insektenesser.

00:03:17: also das war damals unser Essen Und einige von uns, so frühe Primaten würde man sagen.

00:03:23: Die sind dann auf Früchte und Blätter umgestiegen.

00:03:25: So ein anderer Verwandter den wir hatten der Australopithecus.

00:03:28: Der war eher nüssesamen Wurzelesser.

00:03:31: Und allesamt waren wir eher so ein bisschen flexitarier denn vermutlich haben wir auch Aas und Insekten mit verzerrt.

00:03:39: Das war ungefähr zu der Zeit als wir begonnen haben Werkzeuge zu schnitzen und zu jagen und Fleisch zu essen.

00:03:46: Nach Millionen Jahren vegetarischer Lebensweise, beinahe vegetarische Lebensweise gab es dann eine Ernährungswende und die hatte ziemlich in uns.

00:03:55: Denn je mehr wir Proteinreiche Nahrung gejagt hatten, Aßen, dass du mehr wuchs unser Gehirn.

00:04:02: Und das hat uns wieder zu besseren Jägern gemacht und Jägerinnen – und das hat wiederum die Nährstoffversorgung verbessert!

00:04:08: Das hat uns stärker gemacht, flexibler gemacht als die anderen Verwandten, die wir hatten, Parantropus also Menschen ähnliche Frühwesen.

00:04:17: Die sind dann nämlich ausgestorben.

00:04:18: Das sage ich jetzt etwas wehmütig als Vegetariererin.

00:04:22: Dann gab es die Zeit vor dreihunderttausend Jahren, als wir sozusagen zu dem geworden sind was wir heute sind Homo sapiens.

00:04:30: Das ist gewesen in den Savannen in Ostafrika.

00:04:34: Das war so die Zeit, wo wir Tiere gejagt haben und Fleisch gegessen haben.

00:04:37: Aber eben auch immer Pflanzen und Früchte!

00:04:39: Und schon damals waren wir omnivoren also alles Fresser oder alles Esser und man weiß nicht so genau ob wir da nur mehr Pflanzen oder mehr Tiere gegessen habe.

00:04:48: Also es ist auch unbekannt, ob's damals diese albernen Streit schon gab zwischen dem was man essen soll und ob man dieses Essen zum Kulturkampf machen soll.

00:04:57: Es gab aber in den enden der Achtzigerjahren so einen Hype um diese Zeit.

00:05:01: Da war nämlich ein amerikanischer Mediziner Stanley Boyd Eaton, der hat vorgeschlagen eigentlich sind doch unsere Gene immer noch die gleichen wie damals von Homo sapiens.

00:05:11: dann sollten wir uns doch an dieser Ernährung auch orientieren.

00:05:14: und sein Argument war eben dass die Gener sind in der Zeit des Sammler-und Jäger entstanden und deshalb ist die Lebensmittelausfall der Steinzeit immer noch für uns also Wildpflanzen Fleisch von wilden Tieren Und natürlich klar, die Steinzeitmenschen haben weniger Zucker und Getreide und keine gesundheitsschädlichen Transfettsäuren gegessen.

00:05:34: Sondern ganz viel Ballaststoffe natürlich!

00:05:37: Und damals mussten wir auch viel mehr Schuften für unsere Mahlzeiten und übersetzt hieße das jetzt viel Obstgemüse, wenig Getreiden, ganz viel Fleisch und Bewegung.

00:05:47: Das ist natürlich jetzt ziemlich schwer, diese schöne Steinzeitdiät zu verfolgen.

00:05:51: Denn die Wildtiere damals lebten natürlich komplett anders als wir heute unsere Nutztiere halten.

00:05:57: dazu später noch mehr und das Fleisch hatte dann eben auch eine ganz andere Zusammensetzung.

00:06:02: Und man weiß heute auch Die Gene bleiben gar nicht unverändert seit der Zeit in der wir mal irgendwie einer Art wurden und den Namen Homo sapiens bekommen haben.

00:06:10: Sondern die Gene fassen sich viel schneller an die Lebensbedingungen an Und wir waren auch schon sehr lange, schon lange bevor wir gelernt haben vorher anzuzünden und zu bewahren, waren wir auch schon als Menschen offenbar ganz geschickt Brände auszunutzen die in Gang zu halten.

00:06:24: Und darin Fleisch zu garen.

00:06:26: also seit vierhunderttausend Jahren könnten wir sagen Wir sind nicht nur Omnivoren sondern auch Cuccinivoren Also Esser von gekochtem Essen.

00:06:34: das hat schon eine lange Tradition bei uns.

00:06:37: Also wir waren als Steinzeitmenschen nicht nur Jäger, sondern auch Vegetarische unterwegs.

00:06:44: Haben Samen und Wurzeln gegessen und dann kam noch eine Revolution nach dem Feuer nutzen die neolitische Revolution nämlich die Zeit als wir angefangen haben mit dem Ackerbau.

00:06:55: das war also wenn dieser Wanne unsere erste Heimat war.

00:06:58: Das war die Gegend im heutigen Irak wo wir begonnen haben.

00:07:02: vor zwölf tausend Jahren Mit dem Anlegen von Feldern haben wir Gräser gezüchtet mit so ganz kleinen Körnern und haben die immer weiter gezüchtet, dass die Samen immer dicker wurden, immer mehr Mehlkörper hatten.

00:07:13: Und dann war es das Getreide – so ist der Roggenmal entstanden!

00:07:16: So als mitgereistes im Gepäck der rumziehenden Ackerbauern ist der Rogen mit gereist.

00:07:22: und irgendwann, als er die Körners nicht mehr hat fallen lassen, sondern behalten, haben die Menschen gezüchtete und dann war's nicht mehr ein Unkraut, sondern ein Getreid.

00:07:30: Und da haben wir uns auch verändert noch mal mehr, denn wir haben ein Enzymen produziert amylase und konnten damit Stärke verdauen.

00:07:38: Und man findet heute bei Jägern in der Arktis weniger davon und bei Ackerbauern eben mehr davon.

00:07:44: Und dann gab es noch eine zweite Revolution wieder mit einer genetischen Anpassung, wir haben begonnen Tiere nicht mehr zu jagen wilde Tiere sondern sie zu domestizieren und zu züchten und haben damit noch ne neue Fähigkeit erworben nämlich Laktose zu verdauen!

00:07:58: Nicht nur als Babys, als Säuglinge, sondern eben auch die Laktase aus der Milch von den Ziegen scharfen und Rindern... nein Rinnern, nicht von den Schweinen natürlich.

00:08:08: Aber auf jeden Fall war das nochmal ein Schritt wo wir immer wieder uns angepasst haben und ich finde dass eigentlich super faszinierend denn Wir tragen alle, die wir hier sitzen und stehen diese Geschichte in uns.

00:08:19: Und dann kann an unserer Anatomie sehen dass wir eine pflanzliche und fleischliche Ernährung so angepasst sind also vor allen Dingen ein Pflanzlicher Ernährungen.

00:08:28: da sagen sozusagen die Anatomen uns die Fleischfresser reißen ja ein Stück Beute runter schlingen das Fleisch hinunter haben deshalb riesige Mägen und wir haben aber ganz kleine Mäge und wir Haben einen längeren Dündarm.

00:08:40: Darum enthält so Muskelschichten und Ausbuchtung, die eben die Pflanzenfresser haben.

00:08:44: Und unsere breiten Backenzähne wenn sie mal mit der Zunge nachfühlen.

00:08:47: das ist auch weil wir über Millionen Jahre eben Pflanzen und Rinder- und Blätter zermalt haben.

00:08:53: Das Ergebnis unserer Vorgeschichte, die wir jetzt alle noch in unserem Körper tragen das macht uns so flexibel beim Essen.

00:09:00: also Wir können beinahe überall auf der Erde leben Wenn wir Pastoralisten werden Also nomadisch lebende Hirten wie es ja immer noch gibt in Asien In Afrika können wir dort leben und uns beinah nur von Tieren ernähren.

00:09:12: Wir können aber auch vegetarisch und vegan leben, und diese Vielfalt der Ernährungsform hat uns so flexibel gemacht bei der Ausbreitung über die ganze Erde.

00:09:22: Also konnten immer überall alles finden.

00:09:24: Und diese Flexibilität ist aber auch ein Problem geworden für uns heute jetzt denn einerseits sind natürlich Teil der Erfolgsgeschichte, der Mensch breitet sich auf den ganzen Erde aus wobei natürlich die anderen Tiere sagen würden ob das jetzt so ein Erfolg war, dass es über den Menschen gibt.

00:09:41: Das ist vielleicht ein anderer Vortrag fürs nächste Jahr.

00:09:44: für uns war es ein Erfolg, dass wir uns ausgebreitet haben und was finden konnten aber es hat uns auch in eine problematische Situation heute in der spät- moderne gebracht.

00:09:53: also der koala frisst eukalyptus Blätter bestimmter eukolyptus Bäume und wenn diese Bäume nicht da sind kann der koalanich leben.

00:10:02: das ist einfach ganz Einfach für ihn, leider unter menschlichem Einfluss auch nicht mehr.

00:10:06: Weil wir die Bäume gefährden.

00:10:07: aber Prinzip weiß der was da ist und wie es sind die sich immer quälen und nicht so richtig wissen.

00:10:13: Michael Paulen amerikanischer Autor hat ganz tolle Bücher über diese Frage wo kommt unser Essen her?

00:10:18: geschrieben?

00:10:19: Und eins das heißt Omni Wars Dilemma also das Dilema des alles Fressers.

00:10:24: und er schreibt so schön Wie um alles in der Welt konnte es passieren dass Wir investigative Journalistinnen brauchen, um zu erfahren wo kommt unser Essen her?

00:10:35: Und warum brauchen wir Ökotrophologinnen für eine Antwort auf die Frage was soll ich heute Abend essen.

00:10:42: Also gute Frage warum essen wir was wir essen?

00:10:46: Das ist so ein bisschen der Standpunkt wo wir gerade sind nämlich wir sind maximal verunsichert über unser Essen.

00:10:53: Es gibt so einen Rheingold-Institut im Rheinland-Düsseldorf oder Köln.

00:10:58: Da sind Psychologen, die im Austrag von Nestlé geforscht haben, warum den Menschen essen was sie essen.

00:11:05: Und die haben das schöne Ergebnis gehabt.

00:11:07: also nicht nur mit so Umfragen was essen Sie sondern mit so tiefem psychologischen Interviews.

00:11:10: ich finde da kommen immer ganz gute Erklärungen raus und die haben in einer Umfrage halt herausbekült dass die Menschen einfach verwirrt sind Also nicht mehr so richtig wissen wie sie sich ernähren sollen sich jede Menge Gedanken machen immer etwas Neues suchen was irgendwie hilft.

00:11:25: Und ich habe so ein schönes Zitat gefunden von einem Ernährungspsychologen, Thomas Elrod.

00:11:28: Der sagt das Thema Ernährung hat heute eine beinahe brutale Komplexität erreicht die viele völlig überfordert früher satt soll schmecken Heute ist Ernährungen mit allem verwoben also Gesundheit Schönheit Selbstoptimierung Klima Moral Gruppen zu Gehörigkeit soziale Medien alles Ernährer.

00:11:47: und er schließt dann Um das alles zu optimieren, da reicht ein Gehirn nicht aus.

00:11:53: Wir sind also einfach überfordert!

00:11:57: Also das war so mein Zwischenfahrzeug was ich gezogen habe.

00:12:01: wir wissen nicht was wir essen warum wir essen.

00:12:04: es gibt aber Experimente die deuten darauf hin dass das früher mal anders war.

00:12:09: Man hat Kita-Kinder in einem Kindergarten alle Lebensmittel zur freien Auswahl gestellt, darf durchweite Vermutung.

00:12:14: Die stürzen sich alle auf die Gummibärchenstopfen, die in sich rein bis sie sich übergeben müssen.

00:12:19: und man sieht das geht so nicht.

00:12:21: Und tatsächlich ist aber passiert dass die selber ausgesucht haben was sie brauchen.

00:12:25: also nach einer Anfangsphase wo man irgendwie denkt wir haben gelernt Gummiberchen verboten toll Schokolade holen wir uns und dann haben die aber angefangen alles zu essen was sie tatsächlich brauchten.

00:12:35: Und es gibt eben auch die Hinweise, dass wir in unserem Kontext jetzt diese schöne Fähigkeit verloren haben.

00:12:42: Damit gehen wir aus dem Bereich der Biologie und der Evolution in den Bereich der Kultur oder der Ökonomie und landen dort in dem was die Forscherinnen, die über Ernährung forschen, Ernährungsumgebungen nennen.

00:12:55: Das ist alles darunter.

00:12:56: fast man alles zusammen beeinflusst, was wir essen.

00:13:00: Die Ernährumsumgebung bestimmt das wir essen, was wehessen Was ist im Kühlschrank?

00:13:06: Was sagt meine Mama, dass ich essen soll.

00:13:08: Was kocht der Koch auf Instagram?

00:13:09: Welche Plakate sich auf dem Weg zur Arbeit?

00:13:12: Was gibt's im Supermarkt?

00:13:13: Was gibts im Handy?

00:13:15: Wo ist der nächste Biobauernhof?

00:13:17: Wie viel Zeit habe ich zum Essen kochen?

00:13:18: Wieviel Geld hab' ich und-und-und also all das beeinflusst was wir essen?

00:13:23: Und jetzt kommen zwei Erzählungen zu diesen unseren Ernährungsumgebungen.

00:13:28: Und die eine, die ist mir immer begegnet wenn ich recherchiert habe.

00:13:32: Ich hab hier so zu Missständen-Umweltauswirkungen in der Landwirtschaft recherchierend und da hab' ich von Landwirten immer wieder einen Satz gehört Wir produzieren nur was die Leute kaufen und wollen!

00:13:42: Wir tun das, wenn sie etwas anderes wollen machen wir das aber die kaufen das also machen wir dassso mit allen negativen Umweltwirkung.

00:13:48: Bei der Lebensmittelindustrie hab´ich auch immer einen Satzung gehört und er ging noch nie waren Lebensmittel so sicher wie heute und noch nie war die Auswahl so groß.

00:13:57: Klammer auf, also seid zufrieden und stellen nicht so kritische Fragen.

00:14:01: Und in der Politik gab es auch einen dritten Satz zur Erzählung und da geht das Leitbild der Ernährungspolitik.

00:14:07: Das ist der mündige Verbraucher und der informiert sich und kauft dann was er möchte – und das ist Freiheit!

00:14:14: So, dass ist diese Erzählungen.

00:14:16: Jetzt habe ich also Freiheit, Auswahl, Selbstbestimmung in einer wunderschönen, bunten und sicheren Warenwelt.

00:14:22: Ich war gestern im Vortrag über die russische Propaganda.

00:14:26: Da habe ich gelernt, Propaganda ist so eine Geschichte die man sich erzählt um von Problemen abzulenken.

00:14:32: Und ich dachte so ein bisschen hat es was denn davon?

00:14:34: Denn die andere Antwort auf die Frage warum sind wir so überfordert verwirrt mit unserem Essen, die kommt aus der Wissenschaft und die geht ganz anders.

00:14:43: Die geht dass wir essen was wir essen macht jedes Jahr Millionen Menschen krank.

00:14:49: Viele Menschen sterben früher als sie müssten, weil sie essen was sie essen und davon ernährungsbedingte Krankheiten bekommen.

00:14:56: Obwohl Sie es eigentlich besser leben könnten.

00:15:00: Und nach einer neuen Studie kommt man dabei so auf mehrstellige Milliardenbeträge zu viel Fleischessen für zur Herzkreislauferkrankungen Krebs- und Diabetes.

00:15:09: Sechzehn Milliarden Euro Krankheitsschäden in Deutschland pro Jahr.

00:15:13: Zuviel Zucker für zu Diabetes auch schon bei Kindern zu dem, was heute früher Altersdiabetes genannt wurde.

00:15:20: Zu Bluthochdruck, Zukarius, Paranotose – zwölf Milliarden Euro Schäden sozusagen Gesundheitskosten im Jahr.

00:15:26: und dann kommen nochmal riesige Beträge dazu für Umweltkosten die die Landwirtschaft wie sie gerade organisiert ist verursacht.

00:15:33: Neunzig Milliarden sagt die Boston Consulting Group, die haben sozusagen diese Sachen mal alle zusammengetragen Pro Jahr, ich habe da noch mal nachgeguckt.

00:15:42: Ich hab gedacht das muss irgendwie Europa sein aber die haben es tatsächlich allein jetzt für Deutschland ausgerechnet durch eine intensive Landwirtschaft dient nicht Ökosysteme sozusagen berücksichtigt und vor allem Fleischerzeugung verursacht ein zwanzig Milliarden Kosten.

00:15:59: und es geht dabei nicht um Weidetiere sondern Tiere im Stall.

00:16:04: und hier kommt jetzt mal so ein bisschen Ausflug in diese Fleisch Fleischlastige Umgebung und was das bedeutet.

00:16:12: weil man muss sich das glaube ich vor allen Dingen in der Schweiz noch mal klar machen, weil es hier relativ viele Tiere gibt die als Weidetiere im Ökosystem im Grünland leben.

00:16:20: Und dass ist eine ganz andere Debatte als die Zahlen, die ich Ihnen jetzt hier zeige diese schönen wunden Bilder.

00:16:25: Das ist ne Studie von Yenon Baon ein israelischer Forscher der Mal die Biomasse auf der Welt berechnen wollte also die gesamte Gewichte dessen, was auf der Welt lebt.

00:16:36: und man sieht das schwerste auf der welt sind Pflanzen, Viren, Bakterien insgesamt nicht so schwer.

00:16:41: Und nur so ein bisschen sind die Tiere.

00:16:44: zwei Gigatonnen sozusagen Kohlenstoff aus Tieren.

00:16:48: und wenn man dieses kleine Dreieck hier groß aufzieht kommen die unterschiedlichen Gruppen des Lebendings.

00:16:53: diesso gibt also wilde Vögel, relativ leicht.

00:16:56: Fische eine riesige Menge.

00:16:58: und diese drei Sachen würde ich euch jetzt einmal zeigen nämlich Wildesäugetiere nur so ein kleiner Anteil am Gesamtgewicht der Tiere.

00:17:08: Das hier sind wir Menschen also wir Menschen allesamt sind viel viel schwerer als die weitlebenden Säugeteere Also sämtliche Elefanten, Gnus, Rinder was auch immer da frei lebt bis zu allen Mäusen und Ratten.

00:17:20: Und dieses Ding hier Zehnmal so groß wie alle wild lebenden Säugetiere auf der Welt ist Livestock, also Tiere die in Stellen für den menschlichen Verzehr von diesen Humans hier gehalten werden.

00:17:33: Also es gibt auf der welt mehr als zehn mal so viel Tiere in Stellen wie wilde Tiere noch leben.

00:17:41: Das macht glaube ich klar, worüber wir reden wenn wir Fleisch essen meinen.

00:17:44: Das meint nicht ein Rind auf einer Alb im Sommer was da irgendwie in einem Ökosystem grasst für dass es gut angepasst ist sondern das meint sowas wie ich in North Carolina angeguckt habe.

00:17:56: Ich hab da Umweltschützer kontaktiert weil ich diese Schweinefleischproduktion und Hühnerproduktion angucken wollte.

00:18:02: von den Stallbesitzern hat mich keiner install gelassen aber eben die umweltschutz haben mich mitgenommen.

00:18:08: Wir sind eine stunde lang Geflogen über ein Gebiet in North Carolina, wo ein Stall oder eine Anlage oder was auch immer ein Camp dieser Arten neben dem anderen lag und diese schönen glitzenden Seen hier.

00:18:21: Die werden Lagunens genannt also Lagunen und die sind voller Gülle.

00:18:26: Also wir sind froh sein, dass wir sowas in Europa nicht haben.

00:18:29: Die Bauern schimpfen hier ja immer über die Düngeauflagen.

00:18:32: Wie kompliziert das alles daher?

00:18:33: Aber kein Landwirt mit noch so viel Tieren bei uns wollte sowas mit seinem Boden machen und die Landschaften sehen dann eben so aus, sie werden Ecological Sacrifice Zones genannt also ökologische Opferzonen.

00:18:46: man kippt da soviel Gülle drauf, dass die Böden einfach tot sind.

00:18:50: Und was jetzt diese Umweltschützer uns gezeigt haben?

00:18:52: Hier?

00:18:53: diese Bänder von Kahlen, Wäldern.

00:18:56: Das sind Flussläufe und diese Lagunen sind so voll dass sie bei jedem Hochwetter überlaufen und das Wasser geht dann in den Atlantischen Ozean, in dieses Chesapeake Bay und verursacht dort eben auch noch Fischterben.

00:19:08: So das ist halt Fleischessen in Massen und nicht Fleischessen angepasst an einen Landwirt der so viele Tiere hat wie sein Ökosystem haben kann.

00:19:17: Es ist immer wichtig der Unterschied dabei ein anderes Bild habe ich denn aus Norddeutschland mitgebracht dass man nochmal sieht wie Fleischproduktion eben in Intensivhaltung aussieht.

00:19:27: Die Tiere werden transportiert, in so große Masthallen schlüpfen an einem Ort fahren mit dem Lkw zum anderen Ort und wenn sie dann zum ersten Mal bei Tageslicht, wenn sie tagsüber produziert werden ist das halt der Weg zur Schlachterei.

00:19:40: die Aufgabe der Landwirte die diese Stelle haben, die haben die Aufgabe morgens durch die stelle zu gehen um zu gucken wer es nicht geschafft hat.

00:19:49: Das alles ist sozusagen was Was zum Thema Fleischkonsum dazugehört.

00:19:55: Ich gehe jetzt mal weg von diesem drastischen Bild, aber man muss es sich immer noch einmal klarmachen weil natürlich der Verkauf des Fleisches mit dem Bild arbeitet was wir haben wenn wir Wandern gehen über Berge und drin auf Alpen oder eben in Norddeutschland auch vor den Stellen auf den Weiden sehen.

00:20:14: und die Tiere die so leben das ist die große Mehrheit die sehen wir halt nicht.

00:20:20: Das heißt, wir richten jede Menge Umweltkosten aus an.

00:20:24: Aber mit dieser Art Konsum richten wir auch da und selber Schäden an was irgendwie so eine komische Mischung ist.

00:20:31: Wir haben eigentlich genug.

00:20:32: Wir nutzen aber dieses Genug an Ressourcen dafür dass wir zu viel von dem ein nämlich fertig essen und Fleisch produzieren und zu wenig von den anderen Obst Gemüse, Lösenfrüchte Dass wir einfach das nicht zusammenbringen was wir haben.

00:20:47: Es gibt noch ne Menge anderer Folgen von dieser Art Ernährung.

00:20:52: Die kann man in der Ostsee ganz gut anschauen, ist jetzt ein bisschen weiter weg und hat eine wunderbare Schweizer Seein wo wir gerade heute noch gesehen haben.

00:20:59: wahnsinnig wie tolles Wasser.

00:21:01: die Ostsee ist über weite Strecken, was Meeresbiologen sagen ein totes Meer.

00:21:06: Die hat in jedem Sommer ganze Todeszonen, in denen der Sauerstoff einfach schlicht und einfach aufgebraucht ist.

00:21:14: Das ist ein Zusammenspiel zwischen Klimaveränderung kommt weniger kaltes Wasser vom Atlantik in die Ostsee Eintrag von viel zu viele Düngemitteln aus den Flüssen in die Oste.

00:21:23: Die ist relativ flach, die ist dann überdüngt quasi Und Überfischungen weil der Dorsch weggefischt wurde.

00:21:29: gibt es?

00:21:31: Gibt es einen Ungleichgewicht in dem Ökosystem?

00:21:34: Ostsee, was das noch mal verstärkt.

00:21:36: Das am Ende zu viele Algen wachsen und wenn die abstürten dann gibt es halt ein quasi umgekipptes Gewässer wo einfach kein Sauerstoff schlicht und einfach keinen Sauerstoffs mehr da ist.

00:21:45: Das heißt man segelt da oben drüber sieht die schöne blaue Oste, die Sonne scheint mein Segelboot ist weiß Es ist alles ein schöner Sommertag und darunter ist einfach das Tote, das tote Meer quasi.

00:21:56: Und die Folge davon ist, dass der Dorsch, der der Speisefisch über Jahrhunderte von Jahren war.

00:22:02: Der einfach alle Anreiner an den Ostthemen so ernährt hat wie so der Weizen in den Ebenen.

00:22:08: Das war sozusagen ein Grundnahrungsmittel.

00:22:10: Der ist verschwunden!

00:22:12: Also, der ist nicht mehr fischbar.

00:22:14: Die Fischmengen sind jetzt runter aber nicht weil man erkannt hat okay ja es gefährdet wir sollten mal aufhören so viel zu fangen sondern er holt sich überhaupt nicht mehr der Bestand und man stellt fest die dorsche die jetzt überleben die werden immer kleiner und schwächer.

00:22:26: man weiß noch nicht genau was alles zusammenspielt.

00:22:29: In jedem Fall ist klar als die Forscher und Wissenschaftler gewarnt haben die Biologen gesagt haben geht runter mit den Fangfoten hat die Europäische Union gesagt ja die Länder usw.

00:22:39: die Fangflotten die Wirtschaft diese Warnung nicht erhört und jetzt ist einfach der Dorsch verschwunden, der über Jahrhunderte die Menschen ernährt hat.

00:22:48: Ich habe noch ein Beispiel mitgebracht was nochmal zeigen soll, dass diese Warnungen ja Tiere atensterben sollten bei unsere Umwelt.

00:22:57: Ja es ist nicht so schönes schade wenn der Schmetterling weg ist.

00:22:59: So wird oft darauf reagiert, wenn man über Atensterbe redet als wäre das schade für irgendjemand anderes sozusagen als wär das zerstärbende anderen.

00:23:10: gerade ein aktuelles Beispiel.

00:23:11: was noch mal gut Klar macht, es gab ein Froschsterben in Panama wo man lange dachte das ist ein eingeschleppter Pilz der fast alle Frösche getötet hat.

00:23:20: und da hat man lange gedacht.

00:23:21: Ist jetzt nicht so gut für den Tourismus weil diese tollen Fröschen dann gehen die Leute wandern und sehen ja keine Amphibien mehr.

00:23:27: Die Folge war aber dass die Frösches eben nicht mehr die Mücken so in Schach gehalten haben wie sie's in einem gesunden Ökosystem hätten und seitdem die Frösch quasi ausgerottet waren.

00:23:37: Sie haben sich Gott sei Dank jetzt irgendwie das Paar haben diesen Pilz überlebt, aber steigt eben die Zahl der Malariafälle was irgendwie noch mal klar macht ein Ökosystem in dem wir unsere Lebensmittel anbauen ist etwas komplett Fragiles und wenn da eine kleine Sache sich verändert also an einem Schuh eines Wanderers einen unsichtbarer Pilz hängt dann kann er sich ausbreiten erst die frische Töten dann die Mückenanzahl und steigen lassen und anschließend sterben die Menschen an Malaria.

00:24:05: Ein Beispiel dafür, dass wir da mit unserer Art von Landwirtschaft in Ökosystemen handieren die wir nicht so richtig ins Letzte kontrollieren können.

00:24:14: Und ich habe mich gefragt wie geht das jetzt eigentlich zusammen?

00:24:17: Wir haben einen freien Markt und eine Freie Entscheidung.

00:24:20: Wir haben eine riesengroße Auswahl von tollen Lebensmitteln und trotzdem haben wir diese Zahlen.

00:24:25: Die Tiere der Landwirtschaft sind krank, die Menschen essen sich krank.

00:24:29: Grundlagen für unsere Lebensmittelerzeugung werden auf diese Art und Weise zerstört.

00:24:34: Und die Menschen sind obendrein auch noch verwirrt und unzufrieden, also die erste Antwort auf die Frage ist ja das ist irgendwie ist dann Fehler im System.

00:24:46: wir essen uns krank im Überfluss und essen obendreinen auch noch Dinge die wir gar nicht wollen.

00:24:53: Das ist jetzt vielleicht auch noch mal so.

00:24:55: ein anderer Vortrag, aber ich habe gedacht, vielleicht nächstes Jahr nochmal hätte ich gerne eine Antwort auf die Frage auch vielleicht eher von Chemikern oder Umweltwissenschaftlern.

00:25:05: Warum essen wir denn so viel was wir eigentlich nicht wollen?

00:25:08: Wo wir doch die freie Auswahl haben?

00:25:09: also warum essen wir technische Hilfstoffe wie zum Beispiel Rieselhilfen im Salz, Pestizidrückstände, metabolite Abbauprodukte vom Pestizen?

00:25:17: sind das?

00:25:18: Wir haben im Essen immer wieder Spuren von PFAS also diesen Ewigkeitschemikalien Abrieb von Weichmachern, Nanoplastikpartikel.

00:25:26: Die EU plant die Zulassung für gentechnisch veränderte Lebensmittel komplett zu erleichtern.

00:25:33: dann hätten wir auch bald gentechnische Veränderte Lebensmittel im Essen wollen wir laut Umfragen alles nicht essen ist aber immer im Essen steht nur nicht auf der Verpackung.

00:25:41: aber es geht halt mit so.

00:25:43: und dann habe ich noch eine andere Frage vielleicht nochmal für den nächsten Nächsten Vortrag Warum wissen wir eigentlich gar nicht, was wir noch essen könnten?

00:25:53: Denn wir denken ja toller Supermarktriesenauswahl.

00:25:57: Wir haben aber ohne dass es bemerkt wird und wenn man nicht gerade Mitglied bei Slow Food ist und in der Archekommission haben wir hunderte von gesunden leckeren Lebensmitteln, die Bäuerinnen und Bauern über Jahrhunderte gezüchtet haben.

00:26:10: Die einfach nicht mehr vorhanden sind weil sie gerade so aussterben, weil die nicht so gut in die Supermarktlogik passen.

00:26:16: Ich würde es am Beispiel vielleicht von Apfelsorten erklären Es gibt unfassbar tolle Promologinnen und Promologen also Apfelbaumzüchter, die über Jahr Hunderte an Arten gearbeitet haben, die findet man heute Freilichtmuseen, aber nicht in den Supermärkten.

00:26:31: Und das Tolle ist die Leute, die an diesen Apfelzucht sorten wenn sie noch da sind arbeiten die stellen fest Apfelallergiker kommen immer zu denen und sagen kann ich nur von dem Äpfeln weil die vertrage ich.

00:26:41: also was auch immer sich geändert hat Da gibt es unfassbar großes traditionelles Wissen.

00:26:46: oder gab es viel mehr für Äpfel Die sind Frühreif, die sind spätreif die lagern den ganzen Winter ohne Kühlschrank ohne CO-Zweih.

00:26:53: Da gibt's welche die schmecken Kindern dann gibt's welche säuriger Mehlige usw.

00:26:58: Also ganz, ganz viel Vielfalt.

00:26:59: Die geht verloren und da wenn man nicht bei sozusagen den Freaks ist die versuchen dieses Sterben aufzuhalten gehen die in unserem Ernährungssystem gerade einfach unter und verschwinden.

00:27:10: also das ist ganz schön mal zu gucken.

00:27:11: die Slow Food Bewegung hat so Die Idee einer Arche auserkoren und er nennt immer Passagiere, die in diese Arche steigen.

00:27:19: Und das sind dann eben gefährdete alte Nutzterrassen oder Gemüsesorten oder Apfelsorten.

00:27:23: Wenn man da mal staut denkt man so was hätte ich eigentlich ist doch so toll dass verschwindet.

00:27:28: gerade So, das ist so ein bisschen diese... vielleicht mag das noch mal jemand beantworten.

00:27:33: Diese Frage aber es geht verloren und das ist nicht gut!

00:27:36: Wie kommt es jetzt also dass wir uns so ernähren?

00:27:39: Dass wir vielfältig verschwinden lassen und gleichzeitig unseren Lebensgrundlagen zerstören.

00:27:47: Die Erklärung lautet eben, hatte ich ja eben schon gesagt, sagen die Forscher mal das ist eine Ernährungsumgebung und wenn man die Ernährung umgebungen analysiert dann stellt man fest diese Wahl freie Auswahl gesund wie nie zuvor.

00:27:58: Das stimmt einfach nicht und man kann es ein bisschen aufdröseln in Expositionszugang auswahlkonsum auf jeder dieser Ebene sieht man was schiefläuft so dass wir quasi dahin gelenkt werden uns so zu ernähren, wie wir es eigentlich nicht sollten.

00:28:13: Exposition heißt du das alles diese Reize von Lebensmitteln die uns umgeben?

00:28:17: was prägt unsere Vorstellung?

00:28:19: Wie wird in meiner Umgebung gegessen und getrunken?

00:28:22: Da ist vielleicht so ein Beispiel der Größe von einem Softdrinkbecher also überhaupt Softdrinks dass wir den trinken.

00:28:28: okay aber da hat man so in Amerika dieses Volumen.

00:28:31: man kann da so klein small mit large bestellen.

00:28:34: dann gibt es diese eineinhalb Liter oder anderthalb Liter Cola im Becher.

00:28:40: dann ist das eigentlich ganz banal.

00:28:42: Aber wenn ich immer sehe, ich habe Durst und trinke so viel Cola, dann gewöhnt man sich irgendwann, man trinkt halt so viel.

00:28:50: oder eben in einer anderen Ernährungsümbigung würden die Leute sehen, ich hab Durst, ich gehe in den Wasserhahn und tränke hier einen Schluck.

00:28:56: Das ist eine andere Exposition, die prägt Und leider ist es jetzt so, dass der Druck also die Exposition für ungesunde Lebensmittel durch diese Omnipräsenz von Werbung in den sozialen Medien und auch im klassischen Werbungswegen einfach steigt.

00:29:11: Also gibt ganz viel Werbung, die uns suggeriert und langsam daran gewöhnt, ungesundes Essen für normal zu halten.

00:29:18: Es gab in Deutschland mal den guten Vorschlag, dass man die Werbung wenigstens für ungesunde Kinderlebensmittel verbietet und es war nicht durchsetzbar.

00:29:26: Also die Ampelkoalition wollte das hat es in den drei Jahren, die sie da hatte, nicht geschafft.

00:29:32: Die aktuelle Gesundheitsministerin hat schon gleich gesagt so Regelungen also sollen die Leute lieber selber entscheiden.

00:29:38: Da scheint einfach nicht machbar zu sein.

00:29:41: Das andere Thema, was die Ernährungswissenschaftler immer sagen ist Zugang.

00:29:44: Also wer hat Zugang zu welchem Essern?

00:29:46: Und das ist relativ leicht einsehbar sozusagen dass Leute, die weniger Geld und weniger Bildung haben Weniger Zugang haben zu gesunden Ernährungsgewohnheiten und auch zu gesundem Essen.

00:30:00: Und das spiegelt sich leider, ich finde wirklich tragischerweise wieder in Gesundheitsdaten.

00:30:04: ernährungsbedingte Krankheiten sind in ärmeren und entbildungsferneren Geschichten noch mal weiter verbreitet.

00:30:11: So kann man ja sagen, so sollen die doch machen ist doch deren Schuld wenn die so... Man könnte aber auch sagen als Gesellschaft hat man einfach Verantwortung für alle Menschen und man will allen Menschen die Chance geben gesund aufzuwachsen.

00:30:23: Und dann bei der Auswahl ist es auch noch mal so ein Thema, wo die Ernährungspysiologe in Britta Renner, die ist Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Ernährungen und wirklich engagiert auch unterwegs das zu ändern.

00:30:34: Die sagt einfach ganz nüchtern Lebensmittel mit ungünstigen Nährwertprofilen erzielen schlicht und einfach die höchsten Renditen und deshalb stehen sie im Vordergrund des Marketing.

00:30:44: also Es rechnet sich, und das ist ein Problem.

00:30:47: Es rechnet sich abends eine Pizza zu bestellen?

00:30:50: Ist leichter!

00:30:51: Und es rechnet nicht zu sagen ich habe da irgendwie gesund frisch regional vielfältig nach der planetarischen Gesundheitsidee.

00:30:58: Das rechnet sie sich nicht.

00:31:02: den allermeisten Ernährungsumgebungen, in denen wir uns so befinden.

00:31:05: Die einfache Wahl die ungesunde und die kompliziertere Wahl, die mehr Wissenbildung Geld Engagement erfordert eben die gesunde ist einfach viel komplizierter für uns.

00:31:16: ich habe das immer in einem moment verstanden.

00:31:18: vom Müsli Regal.

00:31:20: Da habe ich für dieses Buch recherchiert und ich glaube, den Titel Ernährungsdiktatur haben viele nicht so verstanden.

00:31:25: Ich wollte sagen es gibt keine freie Auswahl sondern das ist eigentlich eine Diktatur die uns dazu bringt was zu tun was wir nicht wollen.

00:31:34: Es war irgendwie schwer zu vermitteln weil diese Vorstellung wieso?

00:31:36: Ich kann doch frei auswählen so starkes.

00:31:39: aber ich bin vor ein Supermarktregal gegangen Und hab gezählt und man kommt auf so rund fünfzig verschiedene Frühstücksflocken.

00:31:47: Zwei Dutzen, also über fast dreißig alleine von Kellogs der sich so weltweiter Marktführer nennt.

00:31:52: Dann Nestlé natürlich Dr.

00:31:54: Ötka Köln und so weiter.

00:31:55: ein bisschen bio-müsli gibt's auch.

00:31:57: aber wenn man so entlangläuft sieht man die Vielfalt ist in den Vermarktungsformen nicht in dem Müsli.

00:32:04: dann guckt man an es gibt also alle Farben Es gibt alle Formen kleine Kekse Wirbel Ringel Irgendwas sieht dann teilweise aus für Hundefutter oder wie kleine Tierchen Alles da.

00:32:14: Also man kriegt jede Farbe, jede Form jeden Zusatzstoff aber man krieg keine innere Vielfalt.

00:32:19: also die Zutaten sind Maiszucker, Glykosesirup und dann das ganze andere mit den Zusatzstoffen oder Reiszucker-Glykosisirup oder das drittmeiste Weizenzucker Glycosesirups wobei Glycosesirup der von Medizinern noch als gefährlicher betrachtete Zucker ist als sozusagen der Haushaltszucker.

00:32:40: Und dann kommt das ganze übliche Aromenfarbstoffe, Emogatoren aus Oksidationsmittel, Säureungsmittel.

00:32:47: Also alles was man braucht um aus einem frischen Lebensmittel ein Langehaltbares zu machen und natürlich künstlich hinzugefügte Vitamine und Eisen und so was man als Zusatzstoff supplementiert.

00:32:59: Es ist relativ klar, warum das ökonomische Sinn macht.

00:33:02: Weil Mais und Weizen und Reis Commodities sind also.

00:33:06: Das sind Pflanzen die wachsen relativ schnell.

00:33:08: Die bringen großen Ertrag.

00:33:10: Die werden überall auf der Erde in vielen Gebieten angebracht und damit ist es eine Massenware ohne besonderen Geschmack.

00:33:17: Ohne Herkunft egal ich kann das auf dem Weltmarkt kaufen und wenn irgendwo eine Missernte ist kauf ich halt woanders.

00:33:23: Und das Muster dahinter ist, man nimmt so einen günstigen überall immer verfügbaren Rohstoff, mottzt ihn mit Hilfe von Lebensmittelchemie auf und bringt den in eine Form die dann Vielfalt suggeriert.

00:33:34: Große große Auswahl!

00:33:37: Aber eben all die Dinge, die man in einem Müslib brauchen würde, damit man gesund bleiben würde... Die sind einfach nicht drin.

00:33:43: Die kriegt man dann im Bioladen in einzelnen Tüten rützig zusammen.

00:33:46: wer Zeit und Geld hat macht es auch.

00:33:48: aber diese Vielfaltung der Supermarkt bringt Ja, sozusagen eine nicht vorhandene wirkliche Vielfalt.

00:33:58: Eine Konsumforscherin Lucia Reisch, die auch mal die Bundesregierung beraten hat dazu ohne dass das dann umgesetzt würde was der Beirat gesagt hat, hat gesagt, wenn man es wissenschaftlich aufmutzen will, die weitgehend äußere Pluralität der Erscheinungsform einer üppigen Produktvielfalt hoch entwickelter Konsumgesellschaften oder einfach Pseudo-Auswahl So.

00:34:25: Wir haben eben in dem Vortrag über Heimat gehört, dass die marxistische Theorie immer sagt so bei pop und kitschigen Songs.

00:34:31: Die werden den Arbeitern quasi vorgeführt damit sie abgelenkt werden und nicht wirklich die Revolution machen.

00:34:37: ich habe tatsächlich auch ein bisschen das mal angewendet und einen Text von Adorno und Horkheimer gefunden also auch kritischer Theorie Großmeister des Kulturpessimismus.

00:34:46: aber es passt tatsächlich so wunderbar!

00:34:48: Sie haben in den vierziger Jahren ihren berühmten Aufsatz über die Kulturindustrie geschrieben und gesprochen sozusagen von einem Zirkel, von Manipulationen und rückwirkenden Bedürfnissen geschrieben.

00:34:59: Die Unterschiede sind im Grunde illusionär und immer während Betrug die Kulturindustrie, die Konsumenten um das was sie immer während verspricht und am Ende haben die Konsumentinnen und Konsument in nichts als die Freiheit zum Immergleichen.

00:35:15: wenn ich so Kinder vom Süßigkeiten regal würde ich sagen, das trifft es eigentlich ganz gut.

00:35:21: Und jetzt könnte man ja sagen, dass wäre nicht weiter so schlimm wenn es eben nicht diese enormen schlimmen Folgen hätten, dass es uns tatsächlich krank machen würde.

00:35:30: Das kann also die Ergebnisse der Ernährungsmediziner sind irgendwie relativ einfach runterzubrechen.

00:35:38: Es ist tatsächlich unsere Ernährung zu fett.

00:35:40: Also falsche Fette, transfett, ungesunde Fette essen wir zu viel.

00:35:44: Zu salzig?

00:35:45: Zu

00:35:45: süß?!

00:35:47: zu verarbeitet, zu einseitig, zu wenig Ballaststoffe und zu viel Fleisch.

00:35:51: Und umgekehrt eben mehr frische Sachen, mehr Nüsse, mehr Gemüse, frisch zubereitet – schon lebt man besser und gesünder!

00:36:00: Das heißt aber auch das Essen was aus einer ökonomischen Logik her sich gut lange im Supermarkt hält dass es uns krank macht.

00:36:09: Ich glaube jetzt viele, die hier im Publikum sind, die würden sagen auf mich trifft das nicht so richtig zu und ich würde auch sagen, ich habe dafür so viel drüber gelesen.

00:36:17: Und ich weiß wo ich einkaufen kann.

00:36:18: aber der Punkt ist ja eben Nicht dass es einzelne Leute gibt dies schaffen gesund zu ernähren in einem Ernährungssystem und einer Ernährung umgebungen Die die meisten aber krank macht sondern eben zu gucken.

00:36:29: wir sind als gemeinwesen ja wohl auch verpflichtet Dafür zu sorgen dass alle leute das schaffen und zwar auf einen einfachen Weg zu schaffen.

00:36:36: und Es ist jetzt auch nicht so dass alles immer schlimmer Es gibt ja auch Verbesserungen.

00:36:39: Also diese ganze Bewegung zu gesunderem Essen, die hat dazu gesorgt dass zum Beispiel die EU eine Richtlinie erlassen hat, die falsche Health Claims verbietet also man darf jetzt nicht mehr auf Joghurtbecher schreiben rettet ihre Gesundheit für alles und so weiter.

00:36:52: das muss man dann eben beweisen.

00:36:54: es ist eben nicht so dass alles quasi immer schlimmer und ungesünder wird.

00:36:58: natürlich reagiert auch eine Lebensmittelindustrie auf Trends aber der Punkt bleibt sozusagen die Ernährungsumgebung tendiert dazu immer noch das leichter zu machen, dass eben wir uns nicht gesund ernähren.

00:37:13: Ich habe vor einigen Jahren mal eine Veranstaltung zur der Verbraucherzentrale in Berlin moderiert.

00:37:19: Zur grünen Woche und da ging es eben auch um dieses Verbot für Lebensmittel, die Kinder krank machen, dass man das sozusagen einschränkt.

00:37:27: Und dann war halt ganz klar, dass die Bundesernährungsministerin Julia Klöckner damals sagte ne wir machen eine freiwillige Vereinbarung, die Industrie Wir sind ja schon im Gespräch und wir machen das freiwillig.

00:37:38: Und dann war eben aber sozusagen die Frage, also ich konnte dann fragen ja was machen Sie denn mit den Kindern?

00:37:44: Die jetzt bevor das alles greift gerade dabei sind irgendwie durch ihre Umgebung sich Diabetes mit acht Jahren an zu essen.

00:37:51: Was ist denn die Lösung dafür?

00:37:52: und es gibt dann einfach niemanden der sagt wir brauchen dafür auch eine Lösung.

00:37:57: da wird einfach der Stand der Forschung weiter ignoriert.

00:38:01: warum das so ist kann glaube ich dieser kostenlos auch im Internet runterzuladende Konzernatlas erklären.

00:38:09: Da hat die Heinrich Böll Stiftung in Berlin und der WND, das ist der Bund für Umwelt- und Naturschutz, sie haben ein bisschen zusammengetragen was für wirtschaftliche Strukturen hinter unserem Ernährungssystem, was täglich auf uns allein wirkt eigentlich stehen und das macht ziemlich klar wie groß die Konzentration auf allen Ebenen in diesem Ernährungssystem eigentlich ist.

00:38:31: Die beantworten die Frage warum wir essen, was wir essen.

00:38:33: schlicht und einfach.

00:38:34: so wenige Konzerne können das bestimmen.

00:38:37: Also es gibt Märkte für Pestizide, für Dinger, für Saatgut, für Landmaschinen, für die Genetik von Nutztieren, für Steilsysteme, die von ganz, ganz wenigen großen globalen Player bis in jedes Land der Welt bestimmt werden und die zementieren eben ein Agrar-Industrielles Modell.

00:38:56: Und diese Konzerner können natürlich mit der Art wie sie jetzt Lebensmittel produzieren, also lange haltbar über den ganzen Globus transportierbar relativ uniform im Geschmack und so weiter Wirtschaften.

00:39:09: Die können nicht anders produzieren die können nicht eine regionale saisonale heute mal so frisch

00:39:14: usw.,

00:39:15: die Logistik ist ausgerichtet auf diese globalen Ströme.

00:39:18: Und das klingt natürlich dann immer so, ah jetzt kritisiert sie den Mößen.

00:39:22: Komm mal Kapitalismus!

00:39:24: Aber es sind einfach ökonomische volkswirtschaftliche Logiken die dahinter stehen.

00:39:28: also die Economies of Scale sagen dass eine große Produktion eben nach einer Weile günstiger wird.

00:39:33: Die reine Logistik von frischen Lebensmitteln ist einfach komplizierter als wenn ich irgendwas habe was ein Aroma oder einen Farbstoff oder ein Vitamin in einer Tonne ist was zwei Jahre hält.

00:39:44: und Dieses Modell ist sozusagen ja in Konzernen, die dem Gewinn verpflichtet sind.

00:39:49: Und deshalb machen sie auch Lobbyarbeit dafür, dass dieses Modell der Ernährung bleibt.

00:39:53: und das Team vom Konzernatlas hat recherchiert, das nur für die Verordnung der EU den Pestizideinsatz zu halbieren was dringend nötig ist, dass da für fünfzig Millionen Euro Lobbygelder ausgegeben wurden.

00:40:06: also nur so ein Thema dabei.

00:40:08: Also dann gibt es noch mal die Lobby für das Thema.

00:40:10: wie verhindern wir?

00:40:11: Dass die ernstmachen mit dem Verbot von Werbung Und und, also da gibt es einfach den Trend dass man wirtschaftliche Macht auch in politische macht.

00:40:20: umsetzen kann.

00:40:22: Und das macht, finde ich für mich auch nochmal klar wie sehr dieses Leitbild des mündigen Verbrauchers was immer wieder beschworen wird wenn über Ernährungswende geredet hat.

00:40:30: wir können doch den Leuten nicht vorschreiben was sie essen sollen.

00:40:33: nein aber man kann zumindest die Rahmenbedingungen so machen dass man wirklich eine Chance hat mündig zu sein und nicht immer beeinflusst wird.

00:40:40: in einem System ist wo immer das nicht so gesunde sozusagen einen direkt in den Mund fällt und das andere immer schwer zu suchen.

00:40:48: Das Ganze führt dazu, dass den meisten Menschen sehr zu schaffen macht.

00:40:55: Weil eigentlich wir wissen alle im Prinzip, das wir mit unserer Art zu leben und zu wirtschaften die planetaren Grenzen überschreiten, dass immer mehr kaputt geht, dass die Natur gefährdet ist, dass unsere Ressourcen gefährdet sind... Wir wissen auch, dass uns unsere Ernährung damit zu tun hat.

00:41:13: Es findet niemand gut also das will ja auch keiner!

00:41:16: Und dann fühlt man sich sozusagen in der Folge, fühlt sich hilflos und dem Ausgesetz reagiert dann vielleicht auch über mit diesem Trotzigen jetzt Essig extra.

00:41:24: Ich lass mir das nicht verbieten.

00:41:25: diese Bewegung gibt es ja in Deutschland sehr stark.

00:41:28: auch Politiker zeigen manchmal sehr extrem dass sie gerne Wurst essen und so.

00:41:32: aber generell gibt es eine So eine Haltung, man fühlt sich schlecht damit in der Situation.

00:41:37: Es gibt ne Ökotrophologin in Bonn die auch selber so Transition Prozesse anregt.

00:41:42: Die kann das so wunderbar ausdrücken.

00:41:44: und sie hat mal auf dem Vortrag wo es auch darum ging wie können denn die Landwirte dies auch anders wollen sowas auf den Weg bringen gesagt ist eigentlich gar keine Optionen in Menschen diese ganzen Krisen um die Ohren zu hauen und denen dann zu sagen, so jetzt kauft halt einfach besser Ess gesünder macht es jetzt mal bitte einfach anders.

00:42:01: ihr schafft das schon uns zacky so.

00:42:03: Weil das ist eine Illusion zu glauben dass wir das alle einzeln können.

00:42:08: natürlich ist es wichtig dass jeder einzelne auch bei sich anfängt aber es geht ja um ein System was insgesamt eine Systemlogik geändert werden müsste.

00:42:16: Und diese Empfehlungsillusion macht es mal einfach selber anders, wird ergänzt durch eine Illusion das die Verfügbarkeit sofort da wäre.

00:42:24: Wir haben zum Beispiel in Deutschland über hundert Prozent des Fleischs was wir ja schon viel zu viel essen produzieren.

00:42:30: wie in Deutschland wird noch ganz viel exportiert.

00:42:33: Aber Gemüse, wenn wir regionales Gemüsesessen sollen da sind wir glaube ich bei zehn, zwölf Prozent von dem Gemüso was wir selber anbauen.

00:42:39: Das meiste kommt aus Spanien, aus Gebieten von denen wir wissen da wird das Grundwasser gerade knapp.

00:42:44: Das sind gar keine langfristig haltbaren Systeme.

00:42:48: und dann gibt es ja auch immer noch politische Rahmenbedingungen dass zum Beispiel Arbeitskosten relativ hoch versteuert oder relativ hoch sind im Verhältnis zu Umweltschäden die für die fast gar nicht aufgekommen werden muss und es auch ein Steuersystem quasi in eine falsche Richtung steuert, dass es im Moment kleine regionale Betriebe, die genau das liefern was die Ernährungsmedizinerinnen fordern.

00:43:09: Dass sie es unheimlich schwer haben.

00:43:12: Das heißt, wir sind da in einem falschen System unterwegs und eine der Forderungen die oft genannt wird wo es aber auch keinen Weg gibt wie man sagen kann das könnte man politisch erreichen ist diese Frage.

00:43:23: Wie kriegt man Preise die die Wahrheit sagen hin?

00:43:25: Also wenn derjenige der zum Beispiel sehr viele Pestizide einsetzt und dafür damit für Atemstärmen verursacht ist er könnte ja dafür zahlen und es dann sein lassen dass wären so Regelung die eigentlich greifen würden.

00:43:36: aber es ist halt gerade im Moment wahnsinnig schwierig politisch da was zu erreichen.

00:43:41: Es gibt so viele Leute, die daran arbeiten, sie sich dafür einsetzen von Landwirten und denen, die das gerne anders hätten, von NGOs, von Medizinern.

00:43:50: eben auch die Krankenkassen äußern sich ab und zu aber es ist politisch im Moment wenig zu machen.

00:43:56: über diese Ebene.

00:43:57: machen wir eine Ernährungsstrategie reden wir darüber dass wir alle anders essen sollten hinaus.

00:44:01: auf der systemaren Ebene passiert da im moment ganz ganz wenig.

00:44:06: Das Lustige ist, es gibt eine Studie von More in Common.

00:44:10: Das ist ein Think Tank in Berlin der die gesellschaftlichen Entwicklungen untersucht und die haben herausgefunden eigentlich wollen die Leute das sogar dass es Regeln gibt.

00:44:19: also sie wollen sich gesund ernähren finden das schwierig fühlen sich überfordert also das zeigt irgendwie jede Studie immer wieder und würden gerne ohne dass ihnen jemand sagt du musst jetzt das und das und da darfst du nicht mehr.

00:44:31: aber die würden gerne irgendwie dass es einfacher würde, dass es Regeln gäbe.

00:44:35: Das ist eine wahnsinnige Chance, die im Moment einfach nicht... gegriffen wird.

00:44:41: und so eine Frage, die ich mir dabei immer öfter stelle ist.

00:44:46: Ist es im Moment in einer wo so viele drängende politische Systeme so gut beschrieben sind?

00:44:52: So viele Lösungen entwickelt sind?

00:44:54: Ist es wo die wirtschaftliche Konzentration in den einzelnen Bereichen so groß?

00:44:59: ist es da noch möglich politisch so zu gestalten wie man könnte?

00:45:03: und ich habe da jetzt nicht so richtig eine Antwort.

00:45:05: Ich hätte das gerne, aber das was sich auf vielen Bereichen feststelle ist eben dass da lange darüber gesprochen wird es immer wieder gesagt wird wir haben kein Wissensdefizit, wir haben ein Umsetzungstefizit und das aber an dem Punkt die Machtfragen nicht angesprochen werden weil sich da so lange nichts tut.

00:45:22: also Leute die sich lange mit dem Thema Ernährungswende beschäftigen Die sagen, ist das ja irgendwie nichts Neues?

00:45:27: Das haben wir vor zwanzig Jahren schon gesagt.

00:45:29: Dass es nicht gesund so müsste sein.

00:45:31: Das könnte man machen.

00:45:32: Da haben wir gesehen, so würde es wirken.

00:45:34: Der Nährungsumgebung müsste verändert werden.

00:45:36: im Moment passiert da richtig wenig und im Moment erlebt man aber gleichzeitig wie so ein Konzentration immer weiter ansteigt und wie einzelne Einheiten die eben Lobby-Einflus haben immer größer werden.

00:45:50: Ich würde deshalb jetzt ganz am Ende... Vor drei Minuten habe ich aufgehört.

00:45:56: Darf ich noch in zwei Minuten gute Nachrichten verkünden?

00:45:59: Es könnte anders sein, das würde ich gerne noch dringend sagen.

00:46:03: Denn es haben Forscher, Ressourcen-Forscher und Medizinerinnen in der EAT Lancet Kommission die Köpfe zusammengesteckt und gefragt wie kann man das machen?

00:46:11: Das zehn Milliarden Menschen auf der Erde angenommen wir würden so viele sich gleichzeitig gesund ernähren ohne dabei den Planeten zu schaden.

00:46:20: Und herausgekommen ist die Planetare Gesundheitsdeat, Planetary Health Diet.

00:46:26: wenig Wundert ist, daraus besteht das wir viele viele Pflanzen essen.

00:46:29: Pflanzen basiert dass wir aber auch dass wir wenig ungesunde Sachen essen, dass wir ganz viele Nüsse Vollkorn und so weiter essen.

00:46:37: es kommt auch Tiere da also man muss dann nicht vegan werden dazu sondern da kommen auch Tiere am besten beide Tiere Davor.

00:46:45: Aber Es gibt eben großen Schwerpunkt auf Pflanzen Auf Leguminosen Also Eiweißbindenden Pflanzen auf Nüssen.

00:46:52: Und Das Gute Dabei Ist das Ganze Wir könnten zehn Milliarden Menschen auf der Erde gesund ernähren, sodass sie gesund bleiben und die Ökosysteme gesund bleiben.

00:47:03: Die nächste gute Nachricht ist – das ist auch noch super lecker, finde ich zumindest!

00:47:08: Es würde eine schöne Landschaft bringen, weil dann so etwas dazu gehören würde, dass Tiere wieder in ihren Ökosesystemen leben würden nicht instellen.

00:47:17: Und es gibt noch eine gute Nachrichten, nämlich dass ganz viele Menschen daran arbeiten Landwirtinnen und Landwirte sich da Gedanken machen, viele Leute NGOs die sich einsetzen das Kindergusson des Essen kriegen.

00:47:29: Viele Stiftungen daran arbeiten, viele ForscherInnen daran arbeiten dass es so viele Leute gibt die das auch wollen.

00:47:36: Das einzige was wir jetzt noch nicht wissen wie die Umsetzung eigentlich funktionieren könnte der Umsetzungsweg ist noch das was vielleicht beim nächsten AHA Festival erörtert werden könnte von, ich weiß es nicht, Politikwissenschaftlern, Marktsfroscherin.

00:47:51: Also man bräuchte noch den Weg wie man diese guten Ideen tatsächlich umsetzen könnte.

00:47:55: und ich habe eben überlegt ob ich so eine pathetische Schlussfolie gestatten will nachdem ich ja eigentlich beschrieben habe dass wir gerade die Erde zugrunde wirtschaften mit unserer Art wie wir essen.

00:48:06: aber ich tue das jetzt mal doch und hab jetzt am Ende denn ja die Aufmunterung dass es möglich ist dass wir uns gesund essen statt uns krank zu essen und dass das insgesamt der Welt den Ökosystem auch nutzen würde.

00:48:21: Und dass das vielleicht lohnt, sich dafür einzusetzen.

00:48:25: und damit vielen Dank und Entschuldigung fürs Überziehen.

00:48:37: Danke, dass du diese Podcast-Episode gehört hast!

00:48:40: Ich hoffe sie hat dir gefallen und du konntest etwas Neues erfahren und lernen.

00:48:44: Und wenn du schon mal da bist, lass uns doch eine Bewertung oder ein paar Sternchen dar.

00:48:48: Das würde uns sehr helfen!

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